Statement zur Kostensteigerung für den Neubau der Friesenbrücke Janssen-Kucz: Kostensteigerung weder nachvollziehbar noch vermittelbar

© Micha Halfwassen

Zur Ankündigung der Bahn, dass die Kosten für den Neubau der Friesenbrücke auf 200 Millionen Euro ansteigen, erklärt die grüne Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Leer/Borkum):

"Anfangs lagen die Kosten für die schnelle Reparatur bei ursprünglich 27 Millionen, dann die große Lösung für die Meyer-Schiffe bei 96 Millionen, der nächste Preissprung bei 125 Millionen und nun plötzlich mehr als 200 Millionen Euro? Diese Kostensteigerung ist nicht mehr nachvollziehbar und vermittelbar. Ein Bankrotterklärung, vor allem des ehemaligen CSU-Verkehrsminister Dobrindt und der vorherigen Bundesregierung von CDU und SPD, sowie der Deutschen Bahn.

Die Brücke hätte schon längst wieder passierbar sein können, hätten die Großen Koalitionen in Land und Bund seinerzeit nicht die Zugeständnisse an die Meyer-Werft mit einer Drehbrücke gemacht, denn bis dahin waren die Planungen für einen schnellen und günstigen Wiederaufbau der Friesenbrücke fertig, die Finanzierung gesichert - als die Meyer-Werft plötzlich eine große Lösung wollte für ihre Schiffsüberführungen. Aber vor allem die langwierigen Planungen der alten Bundesregierung und des CSU-geführten Verkehrsministeriums sowie der Deutschen Bahn schlagen immer mehr zu Buche. Die Kostensteigerungen für Bau und Material seit der Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine kommen jetzt noch hinzu.

Wir brauchen trotzdem möglichst schnell den Bahnanschluss an die Niederlande, er muss bis 2024 kommen. Zu wichtig ist eine attraktive Schienenverbindung zwischen Bremen, Leer und Groningen, auf die wir nun schon sieben Jahre warten müssen. Bund und Land müssen mit der staatseigenen Bahn schnellstmöglich die Finanzierung klären. Scheinbar behalte ich recht mit meiner Prognose, dass die Friesenbrücke zur Gorch Fock der Bahn werden könnte."

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