Grüne "Fraktion on Tour" schaute sich Naturschutzstation Ems an:"Wir werden den Masterplan Ems weiter kritisch begleiten"

Während ihrer "Fraktion on Tour" schauten sich am Donnerstag Abgeordnete der niedersächsischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne die zukünftige Naturschutzstation in Terborg an.

Während ihrer "Fraktion on Tour" schauten sich am Donnerstag Abgeordnete der niedersächsischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne die zukünftige Naturschutzstation in Terborg an. Die Station, die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben werden wird, hatten seinerzeit die Grünen im Rahmen der Verhandlungen zum Masterplan Ems durchgesetzt. "Als ein sichtbares Zeichen, das der Masterplan Ems wirklich mit Leben erfüllt wird", so die Leeraner Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz.

Der umweltpolitische Sprecher Volker Bajus unterstrich in einem Pressegespräch die Bedeutung des Masterplan Ems: "Es gibt diesen Masterplan nicht, weil die EU uns ärgern will, sondern weil die Ems eklatant geschädigt ist". Denn es gibt seit dem Jahr 2000 das Verbesserungsgebot der EU, das Deutschland dazu drängt, die Wasserqualität und damit das Leben im Ökosystem Ems deutlich zu verbessern. Nur mit massiven Maßnahmen seien die Sünden der Vergangenheit auf einem mühseligen Prozess zu korrigieren, warenn sich die Abgeordneten einig. Die Schwierigkeiten, die sich etwa bei den Versuchen, die Tide zu steuern, zeigen, dass viele Schritte des Masterplans Ems einer "Quadratur des Kreises" gleichkämen, so Janssen-Kucz. Sie betonte, dass "wir den Masterplan Ems weiter kritisch begleiten werden."

Christian Meyer, Abgeordneter und Minister für Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Janssen-Kucz kritisierten das Verhalten der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und des Landtagsabgeordneten Ulf Thiele: Die beiden CDU-Politiker würden sich immer wieder bei wichtigen Entscheidungen, wie beim Masterplan Ems, "einfach wegducken", um sich anschließend mit einem "Störfeuer zurückzumelden, anstatt ihrer Verantwortung für die Herausforderungen anzunehmen", sagte Meyer.

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