Janssen-Kucz: Gründlichkeit vor Schnelligkeit - Auswirkungen auf Lebensraum entlang der Ems sind nicht von der Hand zu weisen:Stopp der Außenemsvertiefung
"Die Baggerungen und die damit verbundene Verklappung des Baggerguts verschlechtert seit Jahren die Wasserqualität in der Ems und führt zu starken Verschlickungen in den Emshäfen und an Stränden."
Die leeraner Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Grüne) begrüßt, dass das Planfeststellungsverfahren zur Vertiefung der Außenems, wegen schwerwiegender ökologischer Belange seitens des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) durch das WSA (Wasser- und Schifffahrtsamt), gestoppt wurde.
Janssen-Kucz: "Die ökologischen und die damit ebenfalls verbundenen wirtschaftlichen Belange der Ems-Region, insbesondere der Insel Borkum und der Fischergemeinden Jemgum und Krummhörn wurden bisher nicht ausreichend beachtet. Die Baggerungen und die damit verbundene Verklappung des Baggerguts verschlechtert seit Jahren die Wasserqualität in der Ems und führt zu starken Verschlickungen in den Emshäfen und an Stränden."
Aus Sicht der grünen Landespolitikerin müssen die ökologischen und wirtschaftlichen Belange sorgfältiger abgewogen werden. Janssen-Kucz: „Es kann kein wie von Minister Lies auf dem Hafentag verlautetes "ohne Wenn und Aber" zur Außenemsvertiefung geben. Die Verfahren zur Vertiefung der Elbe vor dem europäischen Gerichtshof und das Verfahren zur Weservertiefung vor dem Bundesverwaltungsgericht machen mehr als deutlich, dass es kein "Augen zu und durch" geben kann. An einen fachlich fundierten, wissenschaftlich und rechtlich auf dem neusten Stand durchgeführten Planfeststellungsverfahren führt kein Weg vorbei. Dabei geht Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“