Janssen-Kucz: - Bauernland muss in Bauernhand bleiben!:Preisbremse für Acker und Grünland in Ostfriesland überfällig

In Ostfriesland liegt, nach Auskunft des Landesamts für Statistik, in den letzten zehn Jahren die mittlere jährlich Preissteigerung bei Pacht und Kauf von Ackerflächen zwischen 14 % bis 17 %, sie toppt sogar die drastische Entwicklung der Immobilienpreise auf den Ostfriesischen Inseln der vergangenen Jahre.

Die Preisentwicklung bei landwirtschaftlichen Flächen vor allem in Ostfriesland ist dramatisch, so die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Grüne). "In unserer Region liegt, nach Auskunft des Landesamts für Statistik, in den letzten zehn Jahren die mittlere jährlich Preissteigerung bei Pacht und Kauf von Ackerflächen zwischen 14 % bis 17 %, sie toppt sogar die drastische Entwicklung der Immobilienpreise auf den Ostfriesischen Inseln der vergangenen Jahre," macht die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz deutlich.

"Dem wollen wir einen Riegel vorschieben: Künftig dürfen die Kauf- und Pachtpreise nicht mehr als 30 Prozent über dem durchschnittlichen Preis in der Region liegen. So haben auch weniger intensiv wirtschaftende Betriebe die Chance, bei Landkauf und -pacht nicht von vorn herein ausgebootet zu werden", so Janssen-Kucz.

Investoren von außen sollen es künftig schwerer haben, an landwirtschaftliche Flächen zu kommen, gleichzeitig wird das Vorkaufsrecht der Landwirte vor Ort gestärkt. Boden sei schließlich ein begrenztes und deshalb ein kostbares Gut, mit dem besonders sensibel umgegangen werden müsse. "Unsere ländliche Struktur basiert auf der Landwirtschaft und auf einer Vielfalt von landwirtschaftlichen Betrieben, die nicht nur wertvolle Nahrungsmittel produzieren, sondern auch Teil der ländlichen Kultur sind. Diese gilt es zu erhalten", bekräftigt die Abgeordnete.

 

Hintergrund: 

Die Niedersächsische Landesregierung hat diese Woche beschlossen, das Gesetz zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen (NASG) zur Verbandsanhörung freizugeben. Der Gesetzentwurf der Landesregierung geht nun in die Anhörung. Verbände, Kommunen und Behörden können zum Gesetzesvorhaben Stellung nehmen. Nach der Anhörung wird der Gesetzentwurf im Landtag abschließend beraten.  

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