Janssen-Kucz: Ordnungsgemäße Düngung wird umfassend kontrolliert:Landtag einstimmig für umfassendes Düngemanagement
„Damit kommt genau das das, was Landwirtschaftsminister Meyer mit dem Begriff Düngekataster immer gemeint hat: Eine systematische Verschneidung der Tier- und Flächendaten der Betriebe und Transparenz bei der Verbringung von Wirtschaftsdünger vom einen zum anderen Betrieb“.
Mit den Stimmen aller vier Fraktionen hat der Niedersächsische Landtag eine umfassende Kontrolle der ordnungsgemäßen Düngung mit Gülle, Hühnerkot und Mist beschlossen. Demnach sollen die vorhandenen Daten über Tierbestände und Flächenausstattung der einzelnen Betriebe systematisch miteinander verschnitten werden, um so zu überprüfen, ob die vorhandene Fläche zum ordnungsgemäßen Einsatz der tierischen Exkremente ausreicht. Auch die Abgabe von sog. Wirtschaftsdünger an andere Betriebe soll dokumentiert und überprüft werden.
„Damit kommt genau das das, was Landwirtschaftsminister Meyer mit dem Begriff Düngekataster immer gemeint hat: Eine systematische Verschneidung der Tier- und Flächendaten der Betriebe und Transparenz bei der Verbringung von Wirtschaftsdünger vom einen zum anderen Betrieb“, sagte Grünen Abgeorndete Meta-Janssen-Kucz. "Damit ist es gelungen ist in dieser zentralen Frage nicht nur einen Konsens mit allen im Landtag vertreten Parteien zu finden, sondern auch das Landvolk mit ins Boot zu holen."
„Natürlich muss das alles noch umgesetzt werden und da gibt es sicher noch dicke Bretter zu bohren, aber dieser Konsens ist ein gewaltiger Schritt zum Schutz unseres Grundwassers“, ist Janssen-Kucz überzeugt.
Das Land habe seine Hausaufgaben gemacht, jetzt sei der Bund am Zug, fordert die Grünen-Politikerin. „Als Land müssen wir sicherstellen, dass die Landwirte nicht mehr düngen als notwendig ist. Viel hilft nicht viel, aber bisher dürfen sie noch zu viel und deshalb muss dringend die Düngeverordnung des Bundes überarbeitet werden“.
Da die EU-Kommission inzwischen ein Vertragsverletzungsverfahren wegen Missachtung der EU-Nitratrichtlinie gegen Deutschland eingeleitet hat, muss aber auch der Bund und die Ausschussvorsitzende Frau Connemann, CDU, aktiv werden. „Beim wichtigen Thema Schutz des Grundwassers bin ich optimistisch, dass die Probleme endlich richtig angepackt werden“, so Meta Janssen-Kucz.