Gänse nicht erst seit Rot-Grün da!:Janssen-Kucz kritisiert FDP-Politiker Venema in der Gänseproblematik

Die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz kritisiert das Agieren in der Gänseproblematik des Landwirtes und FDP-Politikers Venema heftig.

Die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz kritisiert das Agieren in der Gänseproblematik des Landwirtes und FDP-Politikers Venema heftig. Janssen-Kucz: "Herr Venema nutzt nach Gutsherrenart die Gänseproblematik im Rheiderland einseitig für den Wahlkampf zugunsten der FDP. Sie lässt dabei völlig außer acht, dass die Gänsepopulation nicht erst seit Rot-Grün in Niedersachsen, sondern seit fast 15 Jahren ein Problem für die Landwirtschaft im Küstenbereich ist, vor allem im Rheiderland und der Wesermarsch."

Beim Termin auf dem Hof Venema gaben sich jüngst nicht nur die angereisten Gäste die Hand, sondern zu Gast waren auch falsche Behauptungen und scheinbare Unkenntnis im Umgang mit einer schwierigen Thematik: "Herr Venema und die FDP-Politikerinnen und -Politiker sollten wissen, dass seit Jahren seitens des Umweltministeriums sogenannte Gänseverträge, also Ausgleichszahlungen für Fraßschäden, in Vogelschutzgebieten angeboten und in der Region von vielen Landwirten genutzt werden. Ebenso sollten wissenschaftliche Erkenntnisse zur Kenntnis genommen werden, dass nämlich die Jagd ein mehr als zweifelhaftes Instrument zur Vergrämung von Gänsen ist."

Nach Auskunft der Grünen-Abgeordneten läuft zur Zeit dazu ein Monitoring-Programm, dessen Auswertung - wie zwischen allen Akteuren vereinbart - abgewartet werden sollte. Weitere Vergrämungsmaßnahmen sind im Einzelfall zu prüfen und nicht einfach pauschal einzufordern, denn sie sind abhängig vom Schutzstatuts, wie etwa Natura 2000-Gebiete und den Schutzverordnungen. Ebenso wurde als Ergebnis eines Treffens auf dem Hof Borde im Rheiderland mit Umweltminister Wenzel ein Arbeitskreis "Gänse" beim Landkreis Leer, unter Beteiligung des Umweltministeriums und örtlichen Akteuren, eingerichtet. Daran nimmt auch der FDP-Kreistagsabgeordnete Venema teil.

Die Grünen-Abgeordnete nimmt ebenfalls zum Vorwurf Stellung, dass die beiden Grünen Minister Meyer und Wenzel nicht bereit waren, während der Gründlandkonferenz Anfang Mai in Leer, eine Exkursion zu den Ländereien der Familie Venema zu machen. Janssen-Kucz: "Beide Minister sind während der letzten vier Jahre mehrmals auf Höfen im Rheiderland gewesen und haben sich ein klares Bild von den Fraßschäden machen können. In der Gründlandkonferenz ging es aber nicht allein um die Gänse-Problematik, sondern um die die unterschiedlichen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, denen sich Landwirtschaft, Wasser- und Naturschutzverbände stellen müssen.

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