Bereits in der vergangenen Woche hat die Landesregierung eine neue Jagdzeitenverordnung vorgestellt:Janssen-Kucz: „Gänsekompromiss auf den Weg - Diskussion muss endlich versachlicht werden“

„Dass bisher geschützte Gänsearten selbst in den eigens zu ihrem Schutz ausgewiesenen EU-Vogelschutzgebieten bejagt werden dürfen, ist ein Unding. Es ist notwendig und richtig, das jetzt zu ändern“

Die seit Jahren von allen Seiten sehr emotional geführte Diskussion um einen angemessenen Umgang mit den vor allem an der Küste (Rheiderland und Budjadingen) rastenden und überwinternden Gänsen soll auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen versachlicht werden. Dieses Ziel verfolgt ein von SPD und Grünen in dieser Woche in den Landtag eingebrachter Entschließungsantrag. Bereits in der vergangenen Woche hat die Landesregierung eine neue Jagdzeitenverordnung vorgestellt, nach der die Jagd auf nordische Bläss- und Saatgänse künftig komplett eingestellt und die Gänsejagd auf andere Arten in Schutzgebieten deutlich verkürzt werden soll.

„Dass bisher geschützte Gänsearten selbst in den eigens zu ihrem Schutz ausgewiesenen EU-Vogelschutzgebieten bejagt werden dürfen, ist ein Unding. Es ist notwendig und richtig, das jetzt zu ändern“, sagte Janssen-Kucz. Zu klären sei noch, ob die Gänsejagd bestandsmindernd wirke oder ob das geänderte Fluchtverhalten landwirtschaftliche Schäden noch vergrößere. „Seit Jahren gibt es Konflikte zwischen Landwirten, Jägern und Naturschützern um eine Ausweitung der Gänsejagd. Das muss im Sinne eines vernünftigen Miteinanders von Schutz und Nutzung endlich aufgelöst werden.

Im Rahmen eines breit angelegten Untersuchungsprogramms sollen die Gänsebestände standortgenau erfasst und deren Verhalten unter dem Einfluss der Jagd untersucht werden. Der konkrete Rahmen des Programms soll in einem begleitenden Arbeitskreis mit Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Jagd abgestimmt werden, sodass die richtigen Schlüsse für künftige Förderprogramme zum Schadensausgleich für die Landwirtschaft gezogen werden können.

Die Grünen Abgeordnete Janssen-Kucz ist zuversichtlich, dass diese Ziele auch erreichbar sind: „Ich bin optimistisch, dass jetzt alle Seiten konstruktiv an vernünftigen Lösungen arbeiten werden und die Diskussion versachlicht werden kann.

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