„Gänse- und Wiesenvogelschutz müssen in Einklang gebracht werden“:Janssen-Kucz: Diskussion um Gänse versachlichen

Zur Versachlichung der Diskussion um die im Rheiderland überwinternden Gänse hat die Leeraner Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aufgerufen. „Wir müssen die Belange des Naturschutzes, der Landwirtschaft und die Interessen der Jäger bestmöglich unter einen Hut bringen und das geht nicht mit Schaum vor dem Mund“

Janssen-Kucz: Diskussion um Gänse versachlichen

„Gänse- und Wiesenvogelschutz müssen in Einklang gebracht werden“

 

Zur Versachlichung der Diskussion um die im Rheiderland überwinternden Gänse hat die Leeraner Grünen-Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz aufgerufen. „Wir müssen die Belange des Naturschutzes, der Landwirtschaft und die Interessen der Jäger bestmöglich unter einen Hut bringen und das geht nicht mit Schaum vor dem Mund“, meint Janssen-Kucz.

 

Für die Grünen-Politikerin ist klar, dass die Bejagung auf nordische Gänse in Gebieten, die zum Schutz genau dieser Arten als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen wurden, beendet werden muss. Alles andere sei ein Verstoß gegen europäisches Naturschutzrecht. „Die Gänsejagd  in Gänseschutzgebieten war ein Wahlgeschenk der CDU an die Jägerschaft zur Landtagswahl 2008 und damit wird ab 2014 Schluss sein“, so Janssen-Kucz.

 

Zur Verminderung von Schäden in der Landwirtschaft sei die Bejagung ohnehin völlig kontraproduktiv, da die Tiere dadurch scheuer würden und sich vor allem in den Gebieten zusammenballten, in denen weniger Menschen unterwegs seien. „Die Gänse können nicht unterscheiden, ob ein für sie harmloser Wanderer oder Jogger unterwegs ist oder ob sich ihnen ein Jäger nähert. Deshalb flüchten sie bei jeder Bewegung, verbrauchen dabei viel Energie, die sie zusätzlich aufnehmen müssen und konzentrieren sich vor allem auf die Gebiete, in denen weniger Betrieb ist“, erklärte die Grünen-Politikerin.

 

Bei der Neugestaltung des Vertragsnaturschutzes in den Gänsegebieten künftig auch den Schutz brütender Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe stärker zu beachten, hält Meta Janssen-Kucz für notwendig. „Wir müssen hier mehrere Belange sinnvoll unter einen Hut bringen und können nicht einfach ausblenden, dass das Rheiderland auch ein bedeutsames Wiesenvogel-Brutgebiet ist. Deshalb unterstütze ich entsprechende Planungen des Umweltministeriums“.

 

Für die Grünen-Politikerin ist klar, dass über die konkrete Ausgestaltung der Verträge intensiv mit den Landwirten gesprochen werden muss. „Verträge kommen nur zustande, wenn sie von beiden Seiten akzeptiert werden. Wenn das Land Auflagen macht, die höheren Ertragseinbußen bei den Landwirten führen, müssen wir auch mehr Geld in die Hand nehmen. Darüber sollten wir in aller Ruhe reden“, schlägt Meta Janssen-Kucz vor.

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