„Armutszeugnis“ für Birkner: Polizeigalopp soll Schutzgebietsmanagement ersetzen:GRÜNE wollen Ranger statt Reiterstaffeln im Biosphärenreservat Elbtalaue
Kritik an dem geplanten Einsatz von berittener Polizei im Biosphärenreservat Elbtalaue kommt von der innenpolitischen Sprecherin der Landtagsgrünen Meta Janssen-Kucz.
Kritik an dem geplanten Einsatz von berittener Polizei im Biosphärenreservat Elbtalaue kommt von der innenpolitischen Sprecherin der Landtagsgrünen Meta Janssen-Kucz. "Wir sind uns mit vielen BürgerInnen im Wendland einig, dass es zum Schutz von Natur und Tourismus und für die Einhaltung von Regeln besser wäre, fachlich geschulte Ranger statt polizeiliche Reiterstaffeln einzusetzen", sagte die Grünen-Politikerin am Freitag (heute) in Hannover. Mit der Entsendung von Polizisten würde sich das Innenministerium zu einem "Erfüllungsgehilfen für die verfehlte FDP-Umweltpolitik" machen. Janssen-Kucz kündigte an, das Thema mit einer parlamentarischen Anfrage auf die Tagesordnung des Landtages zu bringen.
Die Maßnahme sei ein "Armutszeugnis" für Umweltminister Birkner. "Statt endlich Tempo für die Umsetzung der internationalen Anforderungen für ein Schutzgebietsmanagement zu machen, galoppieren nur die Polizisten", sagte die Grünen-Politikerin. FDP-Politiker hätten offensichtlich "Angst vor der Natur". Dass hätte sich schon bei Birkners Vorgänger Sander gezeigt, als der seinerzeit mit einer Kettensäge bewaffnet zum Einsatz in der Elbtalaue erschienen ist.