GRÜNE werben für UNICEF-Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus" - In Niedersachsen bislang nur 4 Kliniken ausgezeichnet
Für die stärkere Unterstützung der internationalen Kampagne "Stillfreundliches Krankenhaus" setzen sich die Landtagsgrünen ein. An die Grünen-Kommunalverteter ging die Empfehlung, sich in den Städten...
Für die stärkere Unterstützung der internationalen Kampagne "Stillfreundliches Krankenhaus" setzen sich die Landtagsgrünen ein. An die Grünen-Kommunalverteter ging die Empfehlung, sich in den Städten und Gemeinden gemeinsam mit Initiativen für Geburtshäuser, Stillgruppen und Hebammen für dieses Projekt einzusetzen und das Thema in die Räte zu bringen.
Das von der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF gestartete Programm zeichnet Geburtskliniken mit einer entsprechenden Plakette aus, wenn sie sich dem Konzept der Stillförderung anschließen. Dazu gehören die Einhaltung stillfreundlicher Qualitätsstandards im Krankenhausbetrieb und der Verzicht auf Werbung für künstliche Babynahrung.
Bislang sind in der Bundesrepublik von insgesamt mehr als 1100 Geburtskliniken nur 14 Krankenhäuser ausgezeichnet worden; davon vier in Niedersachsen (Hildesheim, Hameln, Dannenberg und das Nordstadtkrankenhaus in Hannover).
"Stillen ist der beste Start ins Leben. Mütter müssen in ihrer Entscheidung für das Stillen bestärkt werden und dabei spielen die Entbindungsstationen eine Schlüsselrolle", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Meta Janssen-Kucz, die die Grünen-Aktion gemeinsam mit dem kommunalpolitischen Sprecher Andreas Meihsies organisiert. "Die Initiative ist ein wichtiger Baustein des WHO-Konzeptes Gesundheitsförderndes Krankenhaus", sagte Meihsies.
Die Grünen wollen ihren Kommunalvertretern vor Ort landesweit einen Überblick über stillfreundliche Maßnahmen in den Krankenhäusern verschaffen und Aktivitäten zur Werbung für das Projekt koordinieren.