GRÜNE: Palliativversorgung in Niedersachsen muss verbessert werden
Als "unzureichend" bezeichnen die Landtagsgrünen die Schlussfolgerungen, die die nieder-sächsische Gesundheitsministerin aus dem Gutachten zur Palliativversorgung in Niedersachsen und den darin entha...
Als "unzureichend" bezeichnen die Landtagsgrünen die Schlussfolgerungen, die die niedersächsische Gesundheitsministerin aus dem Gutachten zur Palliativversorgung in Nieder-sachsen und den darin enthaltenen Handlungsempfehlungen zieht. Das Gutachten verdeutliche, dass die augenblickliche Versorgung schwerstkranker und sterbender Men-schen in Niedersachsen weder den Bedürfnissen der betroffenen Menschen noch den Möglichkeiten der Leistungserbringer entspreche, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Meta Janssen-Kucz am Freitag in Hannover. "Ein Gesamtkonzept für die Versorgung unheilbar kranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist überfällig, die vorhandenen Abgrenzungen zwischen den Leistungsanbietern spezieller Palliativleistungen müssen aufgehoben werden", sagte die Grünen-Politikerin. So sei es dringend erforderlich, dass auf der Grundlage des Gutachtens ein bedarfsgerechtes Leistungsbündel erstellt wird, zu dem die Leistungserbringer konkrete Vorschläge erarbeiten müssen.
"Wenn Frau von der Leyen als Konsequenz aus dem Gutachten nur den regionalen Dialog verstärken will, geht das an den Erfordernissen vorbei", kritisierte Janssen-Kucz. So müsse der gesamte Bereich Fort- und Weiterbildung stärker ausgebaut werden. "Grundkenntnissse in der Palliativversorgung gehören in die Ausbildung aller Mitarbeiter in der Patientenverso-rung". Auch die Verzahnung von ehrenamtlicher und hauptamtlicher Arbeit müsse weiter entwickelt werden.
Die Grünen begrüßen die Einrichtung einer Akademie für Palliativmedizin mit berufsgruppenübergreifender Ausrichtung bei der niedersächsischen Ärztekammer. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber jetzt ist die Gesundheitsministerin gefordert".