Grüne Kreistagsfraktion unterstützt Ablehnung des geplanten Betreuungsgeldes
Die Grüne Kreistagsfraktion unterstützt die Initiative des Kinderschutzbundes Leer, sich gegen das von der CDU/CSU und FDP auf Bundesebene geplante Betreuungsgeld auszusprechen.
Grüne fordern mehr Unterstützung für den Ausbau von Krippen und Kindertagesstätten statt Auszahlung von Betreuungsgeld
Die Grüne Kreistagsfraktion unterstützt die Initiative des Kinderschutzbundes Leer, sich gegen das von der CDU/CSU und FDP auf Bundesebene geplante Betreuungsgeld auszusprechen.
Grünen Abgeordnete und kinder- und jugendpolitische Sprecherin Friederike Gerdes: " Neben dem Kinderschutzbund befürchten auch die Grünen negative Auswirkungen des geplanten Betreuungsgeldes auf Kinder, Familien und insbesondere alleinerziehende Frauen. Der Landkreis Leer ist trotz aller Anstrengungen noch weit von der bundesweit festgelegten 35 % Quote an Krippenplätzen entfernt. Mehr Unterstützung seitens der Bundes- und Landesregierungen für den Landkreis, Städte und Gemeinden ist notwendig um das Ziel zu erreichen. Wir benötigen vor Ort jeden Euro um die benötigten Betreuungs- und Kitaplätze zu schaffen und damit endlich echte Wahlfreiheit für junge Familien herzustellen."
Die Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Ausschusses für Gleichstellung und Migration im Landkreis Leer, Meta Janssen-Kucz, weist darauf hin, dass der Landkreis Leer bundesweit Schlusslicht bei der Erwerbsbeteiligungsquote der Frauen ist. Janssen-Kucz: "Die negativen Auswirkungen des Betreuungsgeldes werden besonders den Landkreis Leer in Zeiten des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Fachkräftemangels hart treffen. Gerade Geringqualifizierte, Alleinerziehende und Familien mit niedrigem Einkommen werden dadurch dem Arbeitsmarkt fern gehalten und ihre Kinder zu Hause betreut, der Wiedereinstieg in den Beruf wird erschwert. Neben der echten Wahlfreiheit geht es auch um die Verbesserung der Bildungschancen durch einen möglichst frühzeitigen Zugang zu Kindertagesstätten."