Janssen-Kucz: Paraffine bedrohen Inseln, Küste, Seevögel und Fischer und gefährden Existenzen:Grüne fordern sofortiges Paraffin-Einleitungsverbot
"Es ist erschreckend und unverantwortlich, dass es bis heute nicht verboten ist, außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone Ladungsrückstände auszuspülen.“ Die klebrigen Klumpen bedeuten ein Todesurteil für Seevögel, da sich ihr Gefieder verklebt und ihre Mägen verklumpen. Hinzu kommen die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Nordseeinseln und den Küstenregionen.
Borkum. Die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Bündnis 90/Die Grünen) fordert zusammen mit Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) ein Einleitungsverbot von Paraffin. Anfang Juni wurden 75 Tonnen Paraffin an den Borkumer Strand gespült, das offenbar von Tank-Schiffen in die Nordsee eingeleitet wurde.
Janssen-Kucz: "Es ist erschreckend und unverantwortlich, dass es bis heute nicht verboten ist, außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone Ladungsrückstände auszuspülen.“ Die klebrigen Klumpen bedeuten ein Todesurteil für Seevögel, da sich ihr Gefieder verklebt und ihre Mägen verklumpen. Hinzu kommen die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Nordseeinseln und den Küstenregionen, vor allem im Tourismusbereich. Auch die Fischerei wird durch verklebte Netze und Muschelbänke stark in Mitleidenschaft gezogen. „Für die Schäden müssen wir dann alle mit unseren Steuergeldern aufkommen, sofern sie überhaupt behoben werden können“, macht Janssen-Kucz deutlich.
Die Umweltministerkonferenz der Länder hat vor zwei Jahren schon das Einleitungsverbot beschlossen, umgesetzt wurde es bis heute nicht. Notwendig ist aus Sicht von Janssen-Kucz die Verankerung des Einleitungsverbots in der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.
Janssen-Kucz: "Wir brauchen schnell ein internationales Verbot, denn dies bringt mehr als ein nationales Verbot. Notwendig ist ebenso eine Infrastruktur zur ordnungsgemäßen Entsorgung der Fette in den Häfen."