Grüne fordern Präventionsprogramm zur Vermeidung von Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen - Familienhebammenprojekt flächendeckend ausbauen!
Die Landtagsgrünen unterstützen das Vorhaben der Sozialministerin, ein Frühwarnsystem zur Erkennung von Kindesmisshandlungen auf den Weg zu bringen.
Die Landtagsgrünen unterstützen das Vorhaben der Sozialministerin, ein Frühwarnsystem zur Erkennung von Kindesmisshandlungen auf den Weg zu bringen. Die kinder- und gesundheitspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, Meta Janssen-Kucz unterstrich die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung von Kindertagesstätten, Jugendämtern sowie Sozial- und Gesundheitsdiensten nach dem Prinzip einer "Task Force".
Janssen-Kucz: "Der Ausbau und flächendeckende Aufbau von sozialen Frühwarnsystemen muss in ein umfassendes Präventionsprogramm eingebettet sein, um Kindesmisshandlungen nicht nur schnellstmöglich aufzudecken, sondern bereits im Vorfeld zu verhindern."
Bundesweit leben ca. 200.000 Kinder in Verwahrlosung oder sind täglichen Misshandlungen ausgesetzt, weitere 6 % der Kinder leben in so genannten Risikofamilien.
Die Grünen-Politikerin kritisierte, dass die Kinder- und Jugendhilfe und damit die Familienhilfe unter der schwarz-gelben Landesregierung kaum eine Lobby haben. Das erfolgreiche "Familienhebammenprojekt" ist ein Modellprojekt, welches Ende des Jahres ausläuft.
"Die Hebamme hat über die gesundheitliche Versorgung einer Schwangeren hinaus, oft auch als einzige Zugang zu den sozialen und familiären Problemen und kann während des ersten Lebensjahres eines Kinder Betreuung und Hilfe leisten, wo die bestehenden Hilfsangebote von Jugendamt und Sozialdiensten die Familien nicht wahrgenommen werden", so Janssen-Kucz. Die Grünen fordern die Landesregierung auf, das erfolgreiche Angebot von Familienhebammen flächendeckend auszubauen und die Stiftung "Eine Chance für Kinder" auch über das Jahr 2006 hinaus aktiv und finanziell zu unterstützen.