Janssen-Kucz: Das müssen wir verhindern:EU-Kommission will Gentechnik-Freiheit von Honig aufweichen
„Honig ist das Naturprodukt schlechthin und es kann nicht sein, dass mit irgendwelchen Tricks versucht wird, die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel auszuhebeln“, so die Grünen Abgeordnete Meta Janssen-Kucz.

„Honig ist das Naturprodukt schlechthin und es kann nicht sein, dass mit irgendwelchen Tricks versucht wird, die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel auszuhebeln“, so die Grünen Abgeordnete Meta Janssen-Kucz.
Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, soll selbst Honig, der ausschließlich Pollen von Gen-Pflanzen enthält, nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden.
Die Landtagsfraktionen von SPD und Grünen fordern die Bundesregierung auf, die geplante Änderung der EU-Honigrichtlinie auf jeden Fall im EU-Ministerrat zu Fall bringen.
Niedersachsen ist dem Bündnis der gentechnikfreien Regionen beigetreten, weil wir deutlich machen, dass wir keine Genpflanzen wollen und brauchen“, so Janssen-Kucz weiter.
Hintergrund:
Bisher gilt Pollen als Zusatzstoff des Honigs, daher muss Honig als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden, wenn mehr als 0,9 Prozent des enthaltenen Pollens von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, Pollen als Bestandteil des Honigs zu definieren. Honig enthält maximal 0,5 Prozent Pollen - die Kennzeichnungspflicht beginnt aber erst bei 0,9 Prozent. Wenn der Pollen Bestandteil und nicht mehr Zusatzstoff zum Honig ist, muss der Honig selbst dann nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden, wenn der enthaltene Pollen vollständig von Gen-Pflanzen stammt.