Equal Pay Day: Frauen müssen 22 Prozent mehr fairdienen!

Erst am 20. März 2015, dem so genannten Equal Pay Day, haben Frauen so viel verdient, wie Männer bereits am 31. Dezember 2014 in der Tasche haben. Umgerechnet sind das 79 Tage, die Frauen im Jahr mehr arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

Erst am 20. März 2015, dem so genannten Equal Pay Day, haben Frauen so viel verdient, wie Männer bereits am 31. Dezember 2014 in der Tasche haben. Umgerechnet sind das 79 Tage, die Frauen im Jahr mehr arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen.

„Dass es diese Lohnunterschiede während der Berufsausübung überhaupt gibt, ist für sich allein genommen eine Geringschätzung weiblicher Arbeitskraft. Doch damit nicht genug, es geht weiter: Auch die Rentenbezüge von Frauen liegen durchschnittlich bis zu 59 Prozent unter denen der Männer", erklärt Meta Janssen-Kucz, grüne Abgeordnete aus Leer.

“Können und wollen wir es uns wirklich leisten, dass Frauen im 21. Jahrhundert für die gleiche Arbeit immer noch schlechter bezahlt werden als Männer und überwiegend im Niedriglohnsektor arbeiten? Dieser Umstand stellt eine volkswirtschaftlich bedenkliche Vergeudung von Ressourcen dar, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels überhaupt nicht zu rechtfertigen ist“, so Janssen-Kucz.

Deutschland schrumpft. 2025 werden im Vergleich zu heute etwa sechs Millionen Arbeitskräfte fehlen. Wenn es gelingt, Frauen zu fördern, stehen dem Arbeitsmarkt mehr als zwei Vollzeitarbeitskräfte zur Verfügung. Janssen-Kucz: „Frauen und ihre beruflichen Qualifikationen werden dringend gebraucht, doch viel zu wenig genutzt und erst recht zu schlecht bezahlt – Frauen müssen 22 Prozent mehr fairdienen!“

Hintergrund: Frauen verdienen überall in Europa weniger als Männer. In Deutschland sind die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern im EU-Vergleich besonders deutlich: Deutschland ist eines der Schlusslichter und trägt in Sachen Lohngerechtigkeit innerhalb der EU die rote Laterne. So haben Frauen bei vergleichbarer Tätigkeit durchschnittlich 22 Prozent weniger Geld in der Tasche – der EU insgesamt sind dies im Schnitt nur 17,4 Prozent.

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