MdL Janssen-­?Kucz und MdB Meiwald kritisieren Sicherheitsstandards vor Ort in Etzel:Ein Geruch von Tankstelle in der Luft

Auch an Tag sechs nach dem Bekanntwerden des Ölunfalls

auf dem Kavernengelände der Firma IVG Caverns in Etzel

(Landkreis Wittmund) sind die Auswirkungen auf die Umwelt

nicht geklärt.

Etzel. Auch an Tag sechs nach dem Bekanntwerden des Ölunfalls
auf dem Kavernengelände der Firma IVG Caverns in Etzel
(Landkreis Wittmund) sind die Auswirkungen auf die Umwelt
nicht geklärt. Die Einsatzkräfte saugen nach wie vor Öl ab und
baggern verseuchtes Erdreich aus anliegenden Gräben. Vor Ort
besichtigten heute der Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald,
Westerstede, und die ostfriesische Landtagsabgeordnete Meta
Janssen-­?Kucz gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Lebensqualität
Horsten/Etzel/Marx“ und den örtlichen GRÜNEN die Unfallstelle.

„Jede Dorf-­?Tankstelle muss offenbar höhere Auflagen erfüllen als
der Kavernenbetreiber IVG in Etzel.“, erklärte Janssen-­?Kucz. Aus
Sicht der Grünen-­?Politikerin sind die Sicherheitsmaßnahmen,
sowie die Notfallpläne mehr als dürftig. "Ich habe den Eindruck,
dass der Standard an den Kavernenfeldern nicht den neuesten
technischen und wissenschaftlichen Erfordernissen entspricht.“
Janssen-­?Kucz ergänzte in Richtung der Genehmigungsbehörde,
dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG): "Aus
meiner Sicht kann die Genehmigungsbehörde nicht auch noch
Ermittlungsbehörde sein. Es reicht auch nicht aus, nur mit einem
Mitarbeiter vor Ort zu sein und erst am heutigen Freitag mit einem
Messwagen aufzufahren. Wie eine zeitnahe Beweissicherung so
sichergestellt werden kann, ist mehr als fragwürdig.“

Umwelt-­? und Energiepolitiker Meiwald beklagte, dass zu keiner
Zeit die Öffentlichkeit ausreichend informiert worden sei: „Das
geht gar nicht, dass die hier lebenden Menschen über
Unfallursachen und Gefahren für Grundwasser und Umwelt
tagelang im Unklaren gelassen worden sind. Leider hat sich an der
Informationspolitik von Betreiberfirma und Landesamt seit dem
letzten Unfall im Sommer vor drei Jahren nichts geändert.“
Fragwürdig seien darüber hinaus beispielsweise das
offensichtliche Fehlen von funktionierenden Ölabscheidevorrichtungen an den Kavernenköpfen, die möglicherweise verhindert hätten, dass das Öl in die umliegenden Gewässer gelangt, oder einer Fernüberwachung der Kavernenplätze, so dass das Öl tagelang auslaufen konnte und dann auch nur zufällig entdeckt wurde.

Beide Abgeordnete bedankten sich ausdrücklich bei den
Krisenstäben der betroffenen Landkreise und den mehreren
hundert ehrenamtlichen Einsatzkräften für deren selbstlose
Anstrengungen tags und nachts. „Wir zollen allen denjenigen
unseren Respekt, die sich für die Umwelt eingesetzt haben, um
noch Schlimmeres zu verhindern. Das ist absolut nicht
selbstverständlich“, sagten die grünen Abgeordneten Janssen-­?Kucz
und Meiwald.

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