Grüne berichten aus Landtag und Bundestag 50 Teilnehmer*innen bei Abendempfang zu Landwirtschaft und Umwelt

V.l.n.r. die Abgeordneten Miriam Staudte (MdL), Christina-Johanne Schröder (MdB), Meta Janssen-Kucz (MdL). © Bündnis 90/Die Grünen im Landtag Niedersachsen

Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung hatte jetzt die Landtagsfraktion der Grünen eingeladen. Die rund 50 Teilnehmer*innen trafen sich auf dem Frischehof Döpke in Varrelbusch. Unter ihnen waren auch die Kreislandvolkverbände Cloppenburg und Vechta sowie Vertreter*innen des NABU. Im Mittelpunkt des Abends standen die Landwirtschafts- und Umweltpolitik im Landtag und Bundestag.

Meta Janssen-Kucz, Landtagsabgeordnete aus dem benachbarten Leer und Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtags, betonte, wie wichtig es sei, über die Gesetze aus Hannover dort zu diskutieren, wo sie wirkten: „Es ist mir ein Anliegen, die Politik im Landtag für alle Menschen greifbar zu machen“, so Janssen-Kucz. Ohne Dialog sei Politik einsam. „Vor allem beim Klimawandel haben wir keine Zeit mehr zu verlieren, gemeinsam Lösungen zu finden“, sagte Janssen-Kucz mit Blick auf die Trockenheit in der Region.

Mehrere Abgeordnete der Grünen-Landtagsfraktion waren im Rahmen einer Reise des Arbeitskreises „Umwelt und Agrar“ unterwegs. So auch die Abgeordnete Miriam Staudte aus Lüchow-Dannenberg, die in Hannover landwirtschaftspolitische Sprecherin ist. „Hier im Oldenburger Münsterland wird die Richtung gewiesen, in die wir mit der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen steuern. Positive Beispiele können in die ganze Welt hinaus strahlen. Hier müssen wir die Tierzahlen reduzieren, Klasse statt Masse ist der Weg in die Zukunft“, sagte Staudte. Es sei außerordentlich wichtig, die Verantwortung für die Transformation in der Landwirtschaft nicht auf einzelne Landwirte abzuwälzen, sondern seitens der Politik finanzielle Unterstützung zu leisten. Die Grünen hätten außerdem ein Agrarstruktursicherungsgesetz in den Landtag eingebracht. 

Für Gespräche und Diskussionen stand auch die lokale Bundestagsabgeordnete Christina-Johanne Schröder zur Verfügung, die im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft ist. Schröder unterstrich wie wichtig es sei, dass Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen. So lobte sie die Zusammenarbeit der zuständigen Bundesministerien und brachte nach einem Plädoyer für den Moorschutz Verständnis für alle Landwirte auf, die auf Moorstandorten wirtschaften. „Wir können uns an das Bild gewöhnen, dass Weiden mit Photovoltaikanlagen eingezäunt werden“, meinte Schröder und versprach, dass die Weichen für Energieunabhängigkeit in Deutschland gestellt seien.

Der Frischehof Döpke bewirtete die Teilnehmer*innen und zauberte ein beeindruckendes vegetarisch-veganes Buffet. Die Gäste waren sich einig: Ein tolles Angebot, um mit Parlamentsabgeordneten ins Gespräch zu kommen.

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