Zum Insel-Dialog mit Olaf Lies: Zugesagte Unterstützung ein Tropfen auf den heißen Stein!

© Meta Janssen-Kucz


„Es ist ein kleiner Erfolg, das die Landesregierung die grüne Forderung aufgenommen hat, Insel- und Küstenkommunen zukünftig bei der Strandreinigung zu unterstützen. Doch die von Umweltminister Lies versprochenen 35.000 Euro für alle Kommunen sind ein paar Tropfen auf den heißen Stein  angesichts der realen Kosten“ so Meta Janssen-Kucz,grüne Landtagsabgeordnete (Borkum/Leer): "Nach Anspülungen etwa von Paraffin fielen Reinigungskosten auf nur einer Insel bzw. einem Küstenabschnitt zwischen 10.000 und 55.000 Euro in den letzten Jahren ein. Die Müllentsorgung nach der Havarie der MSC verursachten gar Kosten von mehreren hunderttausend Euro. Notwendig sind nach Berechnungen mindestens 140.000 Euro jährlich, damit die Kommunen nicht auf den Kosten sitzenbleiben. Diese Mittel werden wir für die Inselkommunen im Landeshaushalt 2020 beantragen, um damit die kommunalen Haushalte der Inseln zu entlasten!"

„Umweltminister Olaf Lies weist mal wieder auf Peilsender hin mit der verlorene Container künftig aufgespürt werden sollen. Janssen -Kucz: "Das ist mehr als peinlich, ist doch inzwischen bekannt, dass die Sender unter Wasser nicht funktionieren. Sie sind nicht vergleichbar mit einer Blackbox. Wir brauchen hier einerseits  mehr Forschung, auf der anderen Seite muss ein Verbot her, dass die riesigen Containerschiffe nicht mehr die Fahrrinne Terschelling - Borkum passieren, da die Wassertiefe dort für den großen Tiefgang von vollbeladenen Frachtern kaum ausreicht - das wissen wir spätestens seit der Zoe-Havarie. Und nach einer Havarie sind Peilsender nur Nachsorge, aber keine Vorsorge für mehr Schutz für die Nordsee und den Inseln. Die Landesregierung macht sich einen schlanken Fuß, denn sie spielt auf Zeit und nicht auf Sicherheit für die Nordsee bzw. das Wattenmeer - einschließlich der Inseln!

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