Statement Meta Janssen-Kucz: Runder Tisch zu Meyer-Werft

Am Freitag (8. Mai) kam erstmals der „Runde Tisch“ zu den Problemen der Meyer-Werft zusammen, unter anderem dabei die Meyer-Werft, IG Metall, Betriebsrat, Wirtschaftsminister und Abgeordnete der Landtags-Fraktionen.

Meta Janssen-Kucz, Sprecherin für Häfen und Schifffahrt der Grünen im Landtag:

Eines ist völlig klar: Die Herausforderungen sind für alle Akteure groß, um den Standort Papenburg mittel- und langfristig zu sichern und die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft und Zulieferfirmen in der Region zu halten. Dafür muss die Meyer-Werft alle Karten über die Unternehmensstruktur, die Schiffsfinanzierungen und Bürgschaften auf den Tisch legen. Und auch die anderen Standorte der Werft in Rostock und im finnischen Turku gehören in den Blick genommen.

Wir Grünen erwarten die umgehende Rückverlagerung des Firmensitzes aus der Steueroase Luxemburg und eine echte Sozialpartnerschaft. Künftig muss es einen Aufsichtsrat geben, der die Geschäfts-und Personal Aktivitäten der Meyer-Werft kontrolliert. Und die Meyer-Werft muss sich auch Überlegungen öffnen, in umweltfreundliche Zukunftstechnologien für den Schiffbau zu investieren, damit sie wirklich zukunftsfähig bleibt. Nur unter diesen Grundbedingungen kann und darf über mögliche Unterstützungsoptionen und staatliche finanzielle Hilfen seitens Bund und Land gesprochen und verhandelt werden.

Der heutige Runde Tisch war ein erster Austausch. Weitere Runden machen nur Sinn, wenn die gemeinsame Grundlagen wie Rechtsstaatlichkeit, Transparenz und eine echte Sozialpartnerschaft das zukünftige Fundament aller Akteure sind.

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