Kein Rotstift bei der Landesbühne ansetzen - Keine Kulturwüste auf dem Land!

"Der Schimmelreiter", ein aktuelles Stück der Landesbühne Nord Wilhlemshaven. Pressefoto: Landesbühne Nord Wilhlemshaven

Die Landesbühne Nord in Wilhemshaven ist durch den Rotstift der Landesregierung bedroht, ein wertvolles Kulturgut in Weener, Leer, Esens oder Norderney könnte ersatzlos wegfallen. Janssen-Kucz, Grünen Abgeordnete und Landtagsvizepräsidentin: "Theater bildet, macht tolerant. Theater sind Erfahrungsräume der Demokratie. Und sie regen zum Nachdenken an - genau das vermisse ich gerade bei der GroKo in Hannover."

Die Grünen-Abgeordnete kritisiert, dass die Große Koalition von SPD und CDU in Niedersachsen mehr Fördermittel versprochen hatte, davon findet sich im Haushaltsentwurf nichts mehr, sondern es wird teilweise gekürzt, nur wenige Theater sollen zukünftig noch gefördert werden.

Es wird immer deutlicher, dass sich Kulturminister Björn Thümler, trotz sprudelnder Steuereinnahmen nicht durchsetzen kann gegen Finanzminister Hilbers, beide CDU. Janssen-Kucz: "Ich hoffe, dass die Landtagsfraktionen, allen voran die SPD mit der Fraktionsvorsitzenden Johanne Modder, den Bruch des Wahlverspechens kittet und über die politische Liste dafür sorgt, dass wir unser Theaterangebot der Landesbühne in der Region erhalten können."

Meta Janssen-Kucz macht deutlich: "Es darf keine Kulturwüste auf dem Land geben! Wir Grüne setzen uns dafür ein, dass Kunst und Kultur auch in Zukunft von Seiten des Landes in ausreichender Form finanziell gefördert wird. Die aktuelle Situation in Deutschland mit einem Rechtsruck und einer Verrohung der Sprache ist nicht allein ein politisches Problem es ist auch ein kulturelles. Hier haben gerade Theater eine besondere Rolle, denn Theater hat sich schon immer kritisch mit der Situation der Gesellschaft und der Politik auseinandergesetzt."

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