Statement Janssen-Kucz: Warnstufen 2 und 3 kommen - Turbo beim Impfen einlegen - Kinderimpfung vorbereiten

Zur aktuellen Corona-Lage in Niedersachsen und der neuen Versordnung erklärt Meta Janssen-Kucz, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion:

Die aktuelle Corona-Verordnung wird nicht ausreichen, um die vierte Welle auszubremsen. Wir steuern schon jetzt direkt auf die Warnstufe 2 zu. Die Verlegung der Intensivpatienten aus anderen Bundesländern wird zudem zu einer noch schnelleren Auslastung der Intensivbetten führen.
Statt schon heute strengere Vorgaben wie 2Gplus zu machen, verliert sich die Landesregierung im Klein-Klein und die Infektionszahlen steigen weiter. Die gestern in Kraft getretene Verordnung sorgt auch nicht für mehr Sicherheit, sondern für Verunsicherung und Unklarheiten. Dass zum Beispiel kranke Kinder nicht zum Arzt können, weil die Eltern keinen Termin mehr im Testzentrum bekommen, zeigt deutlich, dass die Komplexität der Vorgaben zu 3G, 2G und 2Gplus vollkommen an der Realität vorbei gehen. Die Landesregierung muss sicherstellen, dass genügend Kapazitäten zur Ausweitung der Tests zur Verfügung stehen.
Nötig sind auch klare und deutlich strengere Vorgaben, um Infektionswege wirksam zu unterbinden. Gleichzeitig muss das Tempo bei den Booster-Impfungen massiv erhöht werden. Es kann nicht sein, dass man für eine Auffrischungsimpfung drei Stunden anstehen muss und Arztpraxen überlastet und telefonisch nicht mehr erreichbar sind. Das Land muss die Deckelung bei der Anzahl der mobilen Impfteams aufheben und so viele Teams finanzieren, wie die Kommunen einrichten können.

Besonders fatal ist, dass die Landesregierung keine ausreichenden Antworten auf die stetig steigenden Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen hat. Beim Infektionsschutz in Kitas und Schulen ist die Landesregierung in fast zwei Jahren Pandemie kaum voran gekommen. Für einen sicheren Betreib von Kitas und Schulen brauchen wir jetzt schnellstmöglich Pool-PCR-Tests, Lüftungsanlagen und eine Rückkehr zum Kohortenprinzip. Außerdem muss die Landesregierung schnellstmöglich die organisatorischen Voraussetzungen für den Impfstart bei den 5- bis 11-Jährigen schaffen.“

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