Statement Janssen-Kucz: Kürzungen fatal für Integration – Geflüchtete auf Unterstützung angewiesen

Das SPD-geführte Sozialministerium sieht in der Haushaltsplanung für 2022/23 massive Kürzungen für die Hilfen zur Integration von Geflüchteten vor. Die Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz erklärt dazu:

Das ausgerechnet die SPD die Gelder für die Integration von geflüchteten Menschen streichen will, macht mich fassungslos. Jeder Euro ist gut angelegt für eine schnellere und bessere Integration, die Migrationsberatungen leisten auch hier vor Ort eine wichtige Arbeit, sie sind eine wichtige Stütze für die Menschen, die zu uns gekommen sind, um sich hier in der Gesellschaft zurechtzufinden und anzukommen, wieder Vertrauen zu können. Viele Schutzsuchende haben Traumata durch Bedrohungen, Gewalt, Gräuel und Fluchtdramen davongetragen. Sie brauchen jedwede Hilfe, um wieder Fuß fassen zu können.

Fatal sind die Pläne auch und gerade in Bezug auf die Situation in Afghanistan und die zu erwartende Aufnahme von Ortskräften und Menschenrechtler*innen. Diese Menschen wollen wir schnell und gut integrieren. Es zeigt sich bereits heute, dass viele in Niedersachsen lebende Afghan:innen als Langzeitgeduldete einen erhöhten Beratungsbedarf haben. Die Landesregierung sollte ihre Kürzungspläne überdenken und zurückziehen.

Mit dem Argument der wegfallenden Bundesmittel kann sich die Landesregierung hier nicht herausreden. Diese waren im Wesentlichen in die Landessprachkurse geflossen. Die Landeskürzungen zeigen eindeutig das Desinteresse an einer gelingenden Integration.

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