Staement zur Meyer-Werft-Krise Janssen-Kucz: Keine Entwarnung durch Wegfall der Kurzarbeit – Stammarbeitsplätze dürfen nicht durch Werkverträge ersetzt werden!

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Die Meyer-Werft will die Kurzarbeit am Standort Papenburg nicht weiter verlängern. Ab dem 1. Juli arbeitet die Stammbelegschaft wieder 35 Stunden pro Woche. Grund dafür ist eine Veränderung der Auftragslage.

Dazu erklärt Meta Janssen-Kucz, Grüne Landtagsabgeordnete (Borkum/Leer):

Letzte Woche wird der ehemalige SPD-Finanzminister Peter-Jürgen Schneider als Vermittler zwischen der Geschäftsführung der Meyer-Werft und dem Betriebsrat geholt, um über den weiterhin geplanten Stellenabbau Gespräche zu führen. Es geht um bis zu 1000 Arbeitsplätze der Stammbelegschaft. Bis dato ging die Geschäftsleitung noch von 40 Prozent weniger Aufträgen aus, bei einem Einsparvolumen von 1,2 Milliarden Euro.

Jetzt wird plötzlich von einer neuen Auftragslage gesprochen und die Kurzarbeit zum 1. Juli beendet. Es ist erfreulich, dass es auf der Meyer-Werft vorerst keine Kurzarbeit mehr gibt. Aber das Schwert des Arbeitsplatzabbaus der Stammbelegschaft ist noch scharf: Es gibt keine Entwarnung für die Belegschaft. Jetzt muss die Geschäftsführung ihre Karten offenlegen: Wie sieht die konkrete Auftragslage aus? Bleibt der bislang geplante Stellenabbau weiterhin in der Diskussion? Ebenso müssen die bisher kursierenden Pläneüber ein Einsparvolumen von 1,2 Milliarden Euro angesichts der besseren Auftragslage schnell korrigiert werden.

Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, können überhaupt weitere Gespräche seriös geführt werden. Es darf nicht passieren, dass die Kurzarbeit endet, dafür aber die Stammarbeitsplätze abgebaut und durch noch mehr Werkverträge ersetzt werden.

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