Erneute Paraffin-Funde am Strand von Wangerooge und Langeoog Janssen-Kucz: "Grundsätzliches Einleitverbot für giftiges Paraffin überfällig"

Foto vom 22. Juni am Wangerooger Strand © Peter Kuchenbuch-Hanken

Heute wurden am Strand von Wangerooge und Langeoog viele Paraffinklumpen gefunden. Der ganze Strand sei weitläufig betroffen, wie Augenzeugen auf beiden Inseln berichten. Die grüne Landtagsabgeordnete und Fraktionssprecherin für Häfen und Schifffahrt, Meta Janssen-Kucz (Borkum/Leer) erklärt dazu:

Scheinbar wurde der jüngste kleine Sturm von Kapitänen genutzt, um ihre Tanker zu spülen. Die letzte Anspülung von Paraffin & Co ist nicht mal zwei Monate her. Trotz der verstärkten Überwachung durch Land und Bund konnte der Verursacher bzw. der Ursprungsort der Verschmutzung nicht identifiziert werden. Die rot-schwarze Politik der Trippelschritte ist wieder einmal gescheitert.

Überfällig ist ein grundsätzliches Einleitverbot für giftige Paraffin und paraffinähnliche Stoffe. Eine einheitliche Vorwaschpflicht kann von den Nordsee-Anrainern gemeinsam beschlossen und umgesetzt werden. Hier muss sich die Landesregierung endlich an die Spitze der Bewegung stellen, anstatt immer nur auf die Internationale Schifffahrtsorganisation zu verweisen. Auch der vor zwei Jahren von Umweltminister Olaf Lies versprochene Meeresmüllfonds muss endlich kommen, damit Insel- und Küstenkommunen nicht auf den Reinigungskosten sitzen bleiben.

Zurück zum Pressearchiv