Statement Janssen-Kucz: Dritte Fachkraft in den Kitas muss her – nicht auf dem Rücken der Kleinsten sparen!


PINGUIN Eingang (Symbolbild) © PINGUIN Kindertagesstätte Aurich e.V.

Von Kindertagesstätten in Ostfriesland hagelt es massiv Kritik an den Plänen der Landesregierung für das neue Kita-Gesetz: „Ich habe viele Schreiben von Kitas bekommen, in der sie Enttäuschung und massive Kritik über den Entwurf eines neuen Kindertagesstättengesetzes von SPD und CDU zum Ausdruck bringen. Sie vermissen - mit Recht - etwa eine dritte Fachkraft pro Kindergruppe, die wir schon lange fordern. Die Kritik ist mehr als berechtigt, denn Stilstand in der frühkindlichen Bildung und ein weiter so mit neuem Anstrich geht zu Lasten der Kinder und der Erzieher*innen", so Meta Janssen-Kucz, grüne Landtagsabgeordnete (Borkum/Leer).

Dazu schreibt eine Kita aus der Region: „Die uns anvertrauten Kinder und der damit verbundene Bildungsauftrag stellen hohe Anforderungen an die Erzieherinnen. Viel mehr Kinder als früher müssen in ihrer Entwicklung besonders gefördert werden. Hinzu kommen Dokumentations- und andere Aufgaben für die Erzieherinnen. Diese Mehrbelastung über die Jahre kann nicht allein durch das vorhandene Personal geleistet werden. Das Stichwort Fachkräftemangel greift auch hier noch einmal sehr deutlich.“

„Alle demokratischen Kräfte sind sich einig, dass unsere Kinder besser betreut werden sollten und dass die Fachkräfte in den Kitas entlastet und besser bezahlt werden müssen“, sagt Janssen-Kucz. „Wir  brauchen einen Zukunftspakt für gute Kitas, die Kinder sind unsere Zukunft und wir müssen in die Zukunft investieren und das in der Beratung befindliche neue Kita-Gesetz verbessern.“

„Grundsätzlich wollen alle Fraktionen im Landtag die dritte Fachkraft pro Gruppe in den Kindertagesstätten, aber im Gesetzentwurf der Landesregierung findet sich dazu nichts wieder. Wir Grüne schlagen deshalb einen Stufenplan für eine dritte Erziehungskraft vor, der auch sagt, wie diese bezahlt werden kann. „Die Städte und Gemeinden fordern zurecht, dass wir sie mit der Finanzierung nicht allein lassen“, betont Janssen-Kucz.

HINTERGRUND:

Das Kita-Gesetz für Niedersachsen ist bereits seit Anfang 1993, also seit 28 Jahren, nahezu unverändert und genügt an vielen Stellen nicht mehr den gewachsenen Aufgaben der Erzieher*innen. Die Nachfrage nach Kita-Plätzen und die Anforderungen an frühkindliche Bildung sind gestiegen und vielfältiger geworden. Niedersachsen muss sein Kita-Gesetz bis 1. August 2021 erneuern. Das sieht die Vereinbarung des Landes mit der Bundesregerung im Rahmen des Gute-Kita-Förderprogramms des Bundes vor.

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