Pressemeldung Nr. 52 vom

Weiterer Stellenabbau bei Enercon angekündigt Grüne: Windenergie kommt bei Konjunkturpaket nicht vor

Darum geht's

Der Windkrafthersteller Enercon in Aurich hat den Abbau weiterer Arbeitsplätze angekündigt. Das Unternehmen will künftig mehr Windräder im Ausland verkaufen und auch die Fertigung internationalisieren. Der Ausbau der Windenergie in Deutschland ist derzeit weitgehend zum Erliegen kommen.

Das sagen die Grünen

Imke Byl, energie- und klimapolitische Sprecherin:

Die Windenergie ist eine Schlüsselbranche für den Norden, von der auch zahlreiche Zuliefererbetriebe abhängig sind. Es ist ein schwerwiegendes Versäumnis der Großen Koalition in Berlin, dass sich im milliardenschweren Konjunkturpaket des Bundes keine Hilfen für die Windenergie an Land finden. Dabei ist die Windenergie an Land für eine dezentrale Energiewende in Bürgerhand unverzichtbar. Die Ausbauziele für die Offshore-Windenergie wurden gerade aufgestockt. Doch die Windenergie an Land wird weiter ausgebremst. Auch die Landesregierung hat bisher nichts vorzuweisen, um der Windenergie endlich wieder auf die Beine zu helfen. Wir brauchen schnellstens beschleunigte Genehmigungsverfahren, verpflichtende Flächenausweisungen für die Kommunen und ein wirksames Klimagesetz!

Meta Janssen-Kucz, regionale Abgeordnete aus Leer:

Die Küstenregion ist der Motor der deutschen Energiewende und Niedersachsen ist immer noch das Windenergieland Nr. 1. Die politische Blockade der Windenergie kostet laufend zahlreiche Arbeitsplätze in der Region. Das ist schlecht für die Wirtschaft und schlecht für die Energiewende. Um aus der coronabedingten Wirtschaftskrise herauszukommen, sind Impulse für zukunftsfähige und klimafreundliche Investitionen überfällig. Der Ausbau der Windenergie an Land braucht mehr als Ankündigungen, sondern gesetzliche Rahmenbedingungen die die Windenergie wieder nach vorne bringt.

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