Janssen-Kucz: „Das Ökosystem Ems wurde zerstört – das Land kann nicht weiter tatenlos zusehen und die nächsten Emsanträge genehmigen!“ Grüne: Anfrage zur Versalzung der Ems durch Flussausbau – wurden in den letzten 20 Jahren die Grenzen des Vertretbaren überschritten?

Die Grünen Abgeordnete Meta Janssen-Kucz, Leer, hat eine kleine mündliche Anfrage an niedersächsische Landesregierung gestellt, in der sie den Umfang der Abhängigkeit von Flussbaumaßnahmen und dem Bau des Emssperrwerks bei der zunehmenden Versalzung der Ems klären möchte.

Des Weiteren fragt die Grünen Politikerin danach, welche Kompensationsleistungen für die Landwirtschaft und andere Nutzer in den jeweiligen Planfeststellungsbeschlüssen festgeschrieben wurden, wenn es in Folge der Maßnahmen zum Anstieg des Salzgehaltes im Flusswasser der Ems kommt.

Die Grünen Abgeordnete will ferner wissen, wie die Niedersächsische Landesregierung in der aktuellen Situation, mit Werten von bis zu 6000 Mikrosiemens, die Deichachten und die Landwirte unterstützt und ob und wie die Nutznießer und Verursacher der Versalzung zur Verantwortung gezogen werden.

Janssen-Kucz: "Das Ökosystem Ems wurde über Jahre mit immer weiteren Fahrrinnenvertiefungen, Begradigungen und dem Bau des Emssperrwerks systematisch zerstört. Alle sogenannten "Hilfsmaßnahmen" entlang der Ems sind gescheitert. Jetzt so weiterzumachen und auch die beiden neusten ausgelegten Anträge auf Fahrrinnenvertiefung und –begradigung zu genehmigen, wäre ein weiterer Dolchstoß."

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