Muss das Areal unter Schutz gestellt werden?
 Baugebiet Conrebbersweg-West: Janssen-Kucz hakt bei der Landesregierung nach

© hpgruesen/pixabay.com

 Seit geraumer Zeit gibt es eine öffentliche Diskussion über das geplante Baugebiet Conrebbersweg-West in Emden.  Nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Meta Janssen-Kucz hat das betroffene Gebiet einen landesweit hohen Stellenwert für die den Naturschutz. Janssen-Kucz: "Wir haben hier das letzte zusammenhängende Gebiet dieser Größe in Emden mit unter anderem ökologisch wertvollen Feuchtwiesen, das fast an das EU-Vogelschutzgebiet in der Krummhörn angrenzt. Aus meiner Sicht wäre es fatal, diesen Lebensraum für Flora und Fauna für ein Baugebiet zu opfern. Man kann nicht nur reden über mehr Arten- und Naturschutz, dann muss man auch danach handeln und nicht planen, den Lebensraum zu zerstören.
Die Grünen-Abgeordnete Janssen-Kucz und ihr Kollege, der ehemalige Minister Christian Meyer, naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion möchten daher von Umweltminister Olaf Lies wissen, wie er die Schutzwürdigkeit dieses Areals einschätzt und welchen Beitrag die Flächen für einen Biotopverbund leisten. Die beiden Abgeordneten fragen ebenfalls nach, weshalb das Land das Gebiet, dass aufgrund seiner Biotop- und Artenaussstattung alle Voraussetzungen für die Ausweisung als landesweites Naturschutzgebiet erfüllt, nicht landesseitig unter Schutz gestellt wird. Fakt ist, so Janssen-Kucz, das der Großteil der Bevölkerung erwartet, dass sich die Politik für mehr Arten- und Gewässerschutz einsetzt, auch vor der eigenen Haustür!
Aus Sicht der Grünen wird durch die geplante Bebauung die Vielfalt unwiederbringlich zerstört. "Wir müssen in Zeiten des Klimawandels sehr genau hinschauen, wie wir Städte weiterentwickeln können. Wir müssen den  Flächenverbrauch intelligent eindämmen", fordert Janssen-Kucz. Sebastian Borchers, Sprecher des grünen Kreisverbandes Emden ergänzt:  "Wir bezweifeln allerdings, dass durch Ausweisung dieses Baugebietes, mehr junge Menschen  nach Emden ziehen würden und auch kein bezahlbarer Wohnraum entstehen würde." 

"Sinnvoller wäre ein Nachverdichtung und eine Förderung von bezahlbarem Wohnraum des ausgelaufenen Programms "Jung kauft alt", sind sich Borchers und Janssen-Kucz einig.

Zurück zum Pressearchiv