Kleine Anfrage Landstrom-Anlagen in der niedersächsischen See- und Binnenschifffahrt

Schiffe in Häfen mit Landstrom zu versorgen, ist in einigen Ländern Europas wie in Skandinavien schon heute üblich. Der Vorteil der Landstromversorgung liegt darin, dass die Schiffe ihre Motoren nicht im Hafen laufen lassen müssen und so auch kein belastendes CO2 ausstoßen. Auch hierzulande haben sich Bund und die norddeutschen Bundesländer vorgenommen, den Schadstoffausstoß von Schiffen in Häfen zu verringern. Insbesondere sollen Anreize für Städte geschaffen werden, Landstromanlagen zu bauen, und es sollen finanzielle Anreize für die Reedereien geschaffen werden, diese Anlagen auch zu nutzen. Laut NDR-Berichterstattung gibt es in Niedersachsen zwei Landstromanlagen - in Cuxhaven und im JadeWeserPort in Wilhelmshaven (NDR online 10.10.2019). Sofern der Landstrom günstiger werde, könnte die Nachfrage steigen und so für den Aufbau neuer Landstromanlagen sorgen, bewertete das niedersächsische Wirtschaftsministerium noch im vergangenen Herbst die Lage. Aus der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Ausbau des Landstroms in der Schifffahrt“ (Drs. 19/18538) im April geht hervor, dass es in Niedersachsen nur eine einzige solche Anlagen gibt (Antwort auf Frage 1).

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