Kleine Anfrage Giftmüll aus Beirut in Niedersachsen: Wie sicher sind Transport und Entsorgung?

Im August 2020 ereignete sich ein Explosionsunglück in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Mehr als 6 000 Menschen waren bei der Explosion verletzt worden, 191 starben. Die Explosion von rund 2 750 t ungesichertem Ammoniumnitrat verwüstete den Hafen und große Teile der angrenzenden Wohngebiete.

Mit der Pressemitteilung Nr. 157 gab das niedersächsische Umweltministerium Ende 2020 bekannt, dass ein Teil der gefährlichen Abfälle, die während des Explosionsunglücks in Beirut im August 2020 entstanden sind, in Niedersachsen entsorgt werden soll. Der Transport von 50 Containern mit gefährlichen Abfällen wie Salz- und Schwefelsäuren, Lack- und Farbschlämmen, Gasdruckbehältern und Batterien sowie 30 beschädigten Containern ohne Inhalt finde voraussichtlich im Januar 2021 statt. Gespräche dazu führe die Niedersächsische Gesellschaft zur Endlagerung von Sonderabfall mit einer am Import der Abfälle beteiligten Reederei. Geplant sei, die Abfälle aus dem Libanon mit einem Containerschiff zum Tiefseehafen Wilhelmshaven zu verschiffen und von dort zu einer zugelassenen Entsorgungsanlage zu bringen. Laut Medienberichten ist jedoch noch nicht bekannt, in welcher Anlage und wo genau in Niedersachsen die Entsorgung durchgeführt werden soll (u. a. Neues Deutschland, 29.12.2020).

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