Anfrage: Gänseäsungsprogramm am Ende?

Im Zuge der Nachmeldung von Schutzgebieten zum Natura-2000-Netzwerk und der in Umset-zung befindlichen Ausweisung von Schutzgebieten nach EU-Recht hat das Niedersächsische Umweltministerium in den vergangenen Jahren verschiedene Konzepte zum Interessenausgleich von Landwirtschaft und Artenschutz entwickelt. In verschiedenen Gebieten in Niedersachsen werden seit dem Jahr 2000 Vertragsnaturschutzmodelle zum Schutz der arktischen Zugvögel (vor allen Dingen Wildgänse) angeboten. In den letzten Wochen haben in den regionalen und lokalen Medien sowie im NDR-Fernsehen Landwirte Kritik an der Ausgestaltung des Programms geübt, insbesondere die finanzielle Vergütung bemängelt und Vergrämungsmaßnahmen gefordert (siehe Rheiderland Zeitung, 4. Dezember 2007).

Ich frage die Landesregierung:

1. Auf welcher Grundlage wurden Gebiete ausgewählt, in denen Landwirten Vertragsnaturschutz zum Schutz von Wildgänsen angeboten wird?

2. Wie und mit welchen Methoden wurden die Regelsätze pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche ermittelt, und inwiefern sind Auswirkungen auf die Höhe der Regelsätze durch die gestiege-nen Futtermittelpreise zu erwarten?

3. Wie wird die Umsetzung der Programme vor Ort überwacht, und wie wird die Einhaltung der Verträge kontrolliert?

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