Kleine Anfrage Ölteppich vor Helgoland - Welche Folgen ergeben sich für Niedersachsen?

Laut Medienberichten soll Mitte August ein 53 km langer und 300 m breiter Ölteppich westlich von Helgoland auf der Nordsee gesichtet worden sein (NDR, 18.08.2018). Das Havariekommando aus Cuxhaven hatte die Einsatzleitung für den Vorfall übernommen und Ölbekämpfungsschiffe zum Einsatzort geschickt. Zusätzlich kontrollierten ein Ölüberwachungsflugzeug und ein niederländisches Sensorflugzeug das Geschehen. Im weiteren Verlauf soll der Teppich unter die Wasseroberfläche abgesunken sein. Das Havariekommando und die Wasserschutzpolizei vermuteten, dass beigemischtes Reinigungsmittel das Öl veränderte und zum Absinken brachte. Für die Ölbekämpfungsschiffe war das Öl nun nicht mehr zu erreichen. Die European Maritime Safety Agency nahm dennoch weiter Satellitenbilder von der Wasseroberfläche auf. Der Einsatz ist mittlerweile beendet, weil an der Wasseroberfläche keine weiteren Ölverschmutzungen entdeckt werden konnten. Gleichwohl könnte das abgesunkene Öl negative Folgen für betroffene Küstengebiete in Niedersachsen haben. Insulanerinnen und Insulaner und Küstenbewohnerinnen und -bewohner befürchten weitreichende ökologische Folgen durch Anspülungen von Ölklumpen - insbesondere könnten Tiere von Verölungen betroffen sein.

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