Kleine Anfrage Megafrachter „Antoine de Saint Exupéry“ – Ist eine erfolgreiche Beherrschung einer Havarie von großen Containerschiffen ausreichend sichergestellt?

Am 15.03.2018 ist im Hamburger Hafen der Megafrachter „CMA CGM Antoine de Saint Exupéry“ eingelaufen – das siebtgrößte Containerschiff weltweit. Der Frachter ist in der Lage, bis zu 20 600 Container zu befördern. Damit ist er der größte Frachter, der jemals in Hamburg angelegt hat. Das Schiff besitzt eine Länge von 400 m und eine Breite von 59 m. Laut NDR (15.03.2018) kann der Frachter mit einer maximalen Ladekapazität von 20 776 Standard-containern (TEU) gut 200 Container mehr transportieren als der bisherige Rekordhalter „Munich Maersk“. Die Schiffe werden immer größer: Verfügte der erste Containerfrachter, der vor rund 50 Jahren in Hamburg anlegte, gerade mal über 1 200 Container Ladekapazität, übersteigen die Schiffe heute schon seit Längerem eine Kapazität von 20 000 Containern (Spiegel Online 14.03.2018). Je größer die Schiffe werden, desto mehr Anpassungen sind notwendig. So musste der Megafrachter in Hamburg jetzt früher als geplant einlaufen, weil im Verlauf des Tages mit stärkerem Wind gerechnet wurde. Große Schiffe aber dürfen auf bestimmten Streckenabschnitten nur mit einer Windstärke bis maximal 6 unterwegs sein. Auch die Havarie eines Megafrachters ist deutlich schwieriger zu beherrschen als die eines kleineren Containerschiffs. Immer wieder sind in der Elbe Schiffe auf Grund gelaufen - z. B. auch im Februar 2016, als die „CSCL Indian Ocean“, ebenfalls eines der größten Containerschiffe weltweit, sich festgefahren hatte und sich die Bergung über Tage hinzog.

Zurück zum Pressearchiv