Zur Person

Als grüne Landtags- und Kreistagsabgeordnete ist es mir wichtig, Landespolitik und Kommunalpolitik miteinander zu verbinden.

Als Innenpolitikerin möchte ich für den konsequenten Schutz von Grund- und BürgerInnenrechten, mehr Transparenz, neue Beteiligungsmöglichkeiten, eine Gesellschaft ohne Rassismus und Ausgrenzung, sowie für eine gerechte Bildungs- und Sozialpolitik streiten.

Interview mit Meta Janssen-Kucz

1) Was hat Sie dazu bewegt, politisch aktiv zu werden?

Schon sehr früh war ich in der Jugendarbeit tätig und habe im Dorf ein Jugendzentrum mit aufgebaut und mich im Studium gegen Atomkraft (Asse, Schacht Konrad) und für mehr studentische Beteiligung engagiert. Richtig in die Politik bin ich durch meine Kinder gekommen (geboren 1985 und 1990), da es kaum Kindergartenplätze mit flexiblen Öffnungszeiten gab. Das passte nicht mit meiner Teilzeit Berufstätigkeit zusammen. So haben wir Anfang der 90er mit mehreren Frauen für den Gemeinderat kandidiert, denn damals fanden wir bei den etablierten Parteien mit dem Thema kein Gehör! Mitglied der Grünen Partei wurde ich 1993.

2) Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Mein wichtiges Thema ist soziale Gerechtigkeit! Kinder und Familien müssen unterstützt und gestärkt werden, die Kluft zwischen Arm und Reich darf nicht noch größer werden. Wir brauchen den Mindestlohn und familienfreundliche Arbeitszeiten, sowie ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze. Mir ist die Abschaffung der unsozialen Studiengebühren ebenso wichtig wie gute Schulen für alle, ohne Turboabitur, mehr integrierten Gesamtschulen und ein Recht auf Ausbildung für jeden Jugendlichen. Mehr Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz in der Politik sind für mich wichtige Themen. Und der Kampf gegen Alltagsrassismus und Rechtsextremismus und für mehr politische Bildung in Niedersachsen.

3) Wie lassen sich Parteizugehörigkeit und Fraktionsdisziplin mit dem freien Mandat verbinden?

In der Grünen Partei engagiere ich mich, weil es dort die größte Schnittmenge mit meinen politischen Vorstellungen und die besten innerparteilichen Beteiligungsprozesse gibt. Unser grünes Wahlprogramm zur Landtagswahl wurde mit vielen unterschiedlichen Akteuren aus Bürgerinitiativen, gesellschaftlichen Gruppen, den Grünen Landesarbeitsgemeinschaften, Kreisverbänden gemeinsam öffentlich und auch online diskutiert, so dass ich hinter den Grünen Wahlversprechen/Wahlprogrammen stehen und ebenfalls mein freies Mandat ausüben kann. Natürlich gibt im Landtag Entscheidungen die nicht im Programm stehen, die dann intensiv in der Fraktion zwecks Meinungsbildung diskutiert werden. Bei Gewissensentscheidungen haben wir bisher in der Grünen Landtagsfraktion immer die Abstimmung frei gegeben, so dass jeder nach seinem Gewissen abstimmen konnte.

4) Was machen Sie um Grüne Positionen noch stärker in die Gesellschaft zu tragen?

Ich bin bei sehr viele Veranstaltungen und treffe mich mit unterschiedlichen Organisationen/Verbänden und Gruppen in Niedersachsen, außerdem bin ich seit 20 Jahren kommunalpolitisch aktiv und habe darüber viele Möglichkeiten mit Menschen zu sprechen und werde von vielen Bürger*innen insbesondere zu sozialen Themen angesprochen. Dazu kommt die regionale und überörtliche Pressearbeit, meine Homepage www.janssen-kucz.de. Außerdem nutze ich Twitter und Facebook. Aber das Wichtigste sind mir die persönlichen Kontakte mit den unterschiedlichsten Menschen in Niedersachsen und deutlich zu machen Niedersachsen geht gerechter und menschlicher.

5) Wie motivieren Sie Menschen wählen zu gehen und sich politisch einzumischen?

Ich bin einfach viel unterwegs und suche das Gespräch, dazu kommen die Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und vieles mehr. Jetzt im Endspurt des Wahlkampfes finden Infostände in der Fußgängerzone und Aktionen z.B. Gegen Rechts – für mehr Zivilcourage mit der Grünen Jugend in Leer, statt. Und es macht mir immer noch Spaß die Menschen zu überzeugen, wie wichtig das Recht auf Recht auf Wahlen ist.

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