Janssen-Kucz fordert wirksame Schutzmaßnahmen Etzel: "Ministerium darf nicht warten, bis etwas passiert"

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Entäuscht ist die grüne Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Leer/Borkum) über die Antworten der Landesregierung auf ihre Fragen zu den jüngsten Ereignissen bei den Betreiberfirmen Uniper und Storag in Etzel: "Die Landesregierung verharmlost wie die Betreiber die jüngsten Ereignisse und vertraut offenbar weiterhin auf die Aussagen der Betreiber."

Janssen-Kucz fragte die Landesregierung, ob die Anlage noch sicher betrieben werden kann, wenn es zu einer Überflutung kommt wie Anfang Januar. Denn: "Die Überflutung des Kavernenplatzes zeige, welche Gefahren hier drohen, das Wasser stand lediglich 30 Zentimeter unterhalb der Schaltkästen. Die Landesregierung hält die Technik jedoch für sicher und hat keine Antwort, wie Mensch und Umwelt vor Schäden geschützt werden sollen, wenn während eines Hochwassers Öl aus der Anlage austritt." Die Landtagsabgeordnete fordert daher: "Das Wirtschaftsministerium darf nicht warten, bis beim nächsten Mal Schlimmeres passiert. Mit den Bodenabsenkungen erhöht sich das Hochwasserrisiko ständig weiter, das Landesbergbauamt (LBEG) muss jetzt wirksame Schutzmaßnahmen anordnen.“ Anfang Januar sollen nach Berichten von Augenzeugen eine Dampfwolke entwichen und sogar eine große Flamme sich entwickelt haben. Der Betreiber Uniper Energy Storage verharmlost die Ereignisse und bestreitet, das es eine Gasflamme gegeben hat. Die Landesregierung teilte Janssen-Kucz mit, dass sie hier weitere Untersuchungen abwartet. "Ich frage mich, wann denn endlich die Augenzeugen befragt werden und die Ergebnisse vorliegen", so die Abgeordnete Meta Janssen-Kucz.

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