Wirtschaftsminister Althusmann muss einschreiten Cloppenburger Schlachtbetriebe: Ausbeutung auch an Weihnachten

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"Die Werkvertragsarbeiter werden ganzjährig ausgebeutet und verdienen so wenig, dass sie beim Jobcenter Anträge stellen müssen, um aufstockende Leistungen wie Wohngeld zu bekommen. Als Steuerzahler subventionieren wir alle dadurch indirekt die Marktvorteile der Billigstproduzenten. Nun soll Weihnachten mit der Familie für diese Menschen auch noch ausfallen - das ist der Gipfel an Dreistigkeit", so Meta Janssen-Kucz (Grüne) aus Borkum/Leer.

Janssen-Kucz und andere Abgeordnete der grünen Landtagsfraktion wollen deshalb von der Landesregierung wissen, wie sie zu der Begründung des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes steht, nach der den Unternehmen ohne die Arbeit am zweiten Weihnachtsfeiertag ein unverhältnismäßiger Schaden entstünde. „Dieser Praxis muss Wirtschaftsminister Althusmann einen Riegel vorschieben“ so Janssen-Kucz abschließend.

Hintergrund

Die Schlachtbetriebe im Landkreis Cloppenburg stehen sowieso schon in der Kritik, da sie die Stammbelegschaft zum großen Teil durch  billige Werkvertragsarbeiter mit extrem schlechten Verträgen aus Polen und Rumänien ersetzt haben. Nun haben zwei Betriebe dort auch noch die Genehmigung des CDU -Wirtschaftsministers über das zuständige Gewerbeaufsichtsamt erhalten, am zweiten Weihnachtsfeiertag den Schlachtbetrieb wieder aufzunehmen. Die Arbeiter können dadurch das Weihnachtsfest nicht mehr zusammen mit ihren Familien in ihren Heimatländern feiern.

Die Anfrage an die Landesregierung finden Sie hier:

https://www.fraktion.gruene-niedersachsen.de/fileadmin/docs/abgeordnete/eva_viehoff/171205_KmA_Schlachthof.pdf

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