Schäden durch Klimawandel in der Region schon jetzt deutlich Anstatt aufzugeben, Klimaschutz nun ernsthaft anpacken

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Wenn Union und SPD wirklich das von ihnen selbst gesteckte Klimaschutzziel für 2020 aufgeben, dann wäre das ein herber Rückschlag für Klima und Mensch, kritisiert Meta Janssen-Kucz, Landtagsabgeordnete aus Borkum.

"Gerade wir in der Region erfahren den Klimawandel bereits jetzt: Zwei Herbststürme haben allein drei Millionen Euro Schäden an Gebäuden in Ostfriesland angerichtet. Die Siele drohen ihre Funktion zu verlieren durch den Anstieg des Meeresspiegels. Deiche und Inseln sowie Mensch und Tier werden immer weiter gefährdet - wenn sich nicht jede Landes- und Bundesregierung endlich Klimawandel als ernsthafte Gefährdung begreift und ernsthafte Klimaschutzpolitik betreibt. Falls nicht, kommen wir so schnell an den Punkt, dass der alte Spruch 'Well nich will dieken mut wieken' nicht mehr stimmt und wir weichen müssen - ob wir wollen oder nicht, denn endlos kann man die Deiche nicht erhöhen und die Kosten für den Küsten- bzw. Hochwasserschutz wären nicht mehr finanzierbar", warnt Janssen-Kucz.

Beispiel USA: Das Land musste etwa in den letzten Jahren bereits 350 Milliarden Dollar für die Schäden aufwenden. "Klüger und günstiger ist es daher, sofort anzufangen und aus der Kohle auszusteigen und den Verkehr sauber zu machen. Politik muss gestalten und nicht mit Konzernen kuscheln - für unsere Zukunft", so Meta Janssen-Kucz.


Zum Hintergrund

Bis 2020 sollen die Treibhausgabe um 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 reduziert werden, dazu hat sich die Bundesregierung mit dem „Integrierten Energie- und Klimaprogramm“ verpflichtet. Bislang wurde jedoch lediglich eine Minderung um 27,5 Prozent erreicht, so aktuelle Daten des Umweltbundesamtes.

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